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Vollstudium

Nix wie weg!

Angesichts überfüllter deutscher Hörsäle suchen viele Abiturienten nach einer Alternative. Immer mehr entscheiden sich für ein komplettes Studium im Ausland. Gerade in grenznahen Regionen sind unsere europäischen Nachbarländer sehr beliebt.

Auslandsstudium, Vollstudium, Formen

Insgesamt 75.800 Deutsche studierten 2005 laut Statistischem Bundesamt im Ausland. Darunter sind auch immer mehr Studienanfänger, die direkt nach dem Abitur ins Ausland gehen. Natürlich hat das in der Regel einen sehr großen Vorteil: Nach dem Abschluss an der ausländischen Uni beherrschen sie die Sprache sicherlich perfekt und kennen sich aus in der fremden Kultur des Gastlandes. Für deutsche Studierende im Ausland spielen aber auch noch andere Überlegungen eine Rolle, nicht zuletzt der Abi-Schnitt.


Sag mir Deinen NC und ich sage Dir, was Du studieren darfst

Die meisten zulassungsbeschränkten Studienplätze an deutschen Hochschulen werden immer noch von der berühmt-berüchtigten ZVS verteilt, der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen. Grundlage für deren Entscheidung ist der Numerus Clausus. Die Bewerbung für Studiengänge mit hohem NC, wie zum Beispiel Medizin, ist daher für viele Abiturienten von vornherein aussichtslos. An vielen Universitäten im Ausland gibt es diese Beschränkung nicht. An ihrer Stelle stehen spezielle Auswahltests, die die Eignung der Bewerber überprüfen. Manchmal gibt es sogar überhaupt keine Zugangsbeschränkung. Ein Vollstudium im Ausland ist daher für viele sogar die einzige Möglichkeit, doch noch in ihrem Traumstudiengang zu landen.

Voll normal: das Vollstudium im Ausland

Die Angleichung der europäischen Hochschulsysteme erleichtert nicht nur den Transfer zwischen den Hochschulen während des Studiums, sie erleichtert auch den Weg direkt nach der Schule ins Ausland. Das deutsche Abitur wird mittlerweile fast überall unproblematisch anerkannt. Auch Universitätsabschlüsse sind mit der Einführung von Bachelor und Master international vergleichbar. An den Bachelor in Deutschland lässt sich also problemlos ein Master an einer Hochschule im (europäischen) Ausland anschließen. Natürlich geht das auch umgekehrt: Wer nach dem Abitur ins Ausland geht und dort sein Studium mit einem Bachelor abschließt, kann nach der Rückkehr nach Deutschland ein Masterprogramm belegen. Damit wurden die Weichen gestellt für einen Trend, der sich bereits jetzt abzeichnet: Mehr und mehr werden die Universitäten im Ausland zu einer nahezu gleichwertigen Alternative zum Studium an einer deutschen Hochschule.


Bereits jetzt spielen häufig ganz pragmatische Erwägungen bei der Entscheidung für ein komplettes Studium im Ausland eine Rolle: Aus manchen Regionen in Nordrhein-Westfahlen beispielsweise ist die Strecke nach Maastricht kürzer also nach Frankfurt am Main. Auch die Studiengebühren in den Niederlanden unterscheiden sich nur unerheblich von denen in Deutschland. Warum also nicht? Gerade die Niederlande locken mittlerweile viele deutsche Studenten mit modernen Unis, kleinen Lerngruppen und motivierten Dozenten. Neben den Klassikern USA und England werden unsere Nachbarn für ein Vollstudium im Ausland immer beliebter.

News und Aktuelles

  • Betriebswirtschaftslehre studieren – Ohne NC

    In den Niederlanden kann das Studium der Betriebswirtschaftslehre studiert werden. Besonderheit bei einigen Hochschulen: Es gibt keine Zulassungsbeschränkung, also keinen Numerus Clausus (NC).

  • Grünes Licht von Europa

    Das Europäische Parlament bewilligt die Fortsetzung des Programms „Erasmus Mundus II“. Das Programm dient der Zusammenarbeit und Mobilität im Bereich der höheren Bildung. Es hat das Ziel, die Europäische Union (EU) weltweit als Exzellenzzentrum des Lernens zu fördern.

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