Teilstudium Teil 2
Der Königsweg: Austauschprogramme
Die meisten Studierenden gehen mit einem Austauschprogramm ins Ausland (das bekannteste ist Erasmus). Das ist sicherlich der einfachste und günstigste Weg. Sie werden von den akademischen Auslandsämtern an den deutschen Universitäten angeboten. Hier bekommt man auch konkrete Informationen über die Möglichkeiten in den verschiedenen Ländern sowie über die Zugangsvoraussetzungen. Das nämlich ist der Harken der Austauschprogramme: die Zahl der Bewerber übersteigt meist die Kapazitäten der Programme. Um einen Platz zu ergattern, muss man ein Bewerbungsverfahren durchlaufen und sehr gute Noten vorweisen können. Dafür gibt es meist zwischen den Hochschulen Abkommen, auf Studiengebühren zu verzichten und Scheine anzurechnen. Zudem bieten die Austauschprogramme intensive Unterstützung für den gesamten Aufenthalt und direkten Kontakt zu anderen Austauschstudenten.
Selbst ist der Student: Auslandssemester in Eigenregie
Das Auslandssemester in Eigenregie erfordert mehr Organisationstalent, dafür gibt es keine Einschränkung bei der Wahl des Landes, der Uni und der sonstigen Gestaltung des Auslandssemesters. Wer sein Auslandssemester selbst organisieren will, muss sich selbst an den Universitäten bewerben und hat in der Regel keine Vorteile gegenüber einheimischen Vollstudenten. Die Chancen gerade an renommierteren Hochschulen angenommen zu werden sind als nicht gerade hoch. Da es häufig festgelegte Stundenpläne gibt, besteht zudem die Gefahr, dass sich Scheine nicht anrechnen lassen, weil sich die Kurse nicht individuell – passend für den eigenen Fachbereich – wählen lassen.
Der Kompromiss: Open-Semester-Programs
Eine gute Alternative zum selbstorganisierten Auslandssemester sind die sogenannten Open-Semester-Programs. Vor allem im englischsprachigen Ausland gibt es viele teilnehmender Hochschulen. Im Gegensatz zu einer regulären Bewerbung an einer ausländischen Uni, gibt es bei diesen Programmen vereinfachte Bewerbungsverfahren und vergünstigte Konditionen. Als Student im Auslandssemester an einer Uni, die ein solches Programm anbietet, besteht in der Regel die Möglichkeit, die Kurse so flexibel und individuell zu wählen, dass sie an der Heimatuni angerechnet werden.

