Studieren im Urlaubsland

Bei den weltweit beliebtesten Urlaubsländern liegt Spanien nach Frankreich auf dem zweiten Platz. Wer tiefer in die spanische Kultur und die Sprache eintauchen will, dem bietet sich ein Auslandsstudium in Spanien an.

Auslandsstudium, Land, Spanien

Dreimal bereits wurden spanische Städte als Kulturhauptstadt Europas ausgewählt: Madrid 1992, Santiago de Compostela 2000 und Salamanca 2002. Aus gutem Grund. Spanien lockt mit einer lebendigen, internationalen Kulturszene vor allem junge Leute in seine Metropolen. Aber auch kariere-technisch hat das Studium in Spanien einiges zu bieten. Denn Spanisch ist die am dritthäufigsten gesprochene Sprache der Welt, gesprochen von 400 Millionen Menschen in über 20 Ländern. Diese spanisch-sprachigen Länder bekommen für die internationale Wirtschaft eine immer größere Bedeutung. Spanisch ist damit zu einer der internationalen Wirtschafts-Sprachen geworden.


Studieren in Spanien

Seit den Bologna-Beschlüssen befindet sich Spaniens Hochschullandschaft im Umbruch: Die Universitäten stellen ebenso wie in Deutschland ihre Angebote auf Bachelor- und Masterstudiengänge um. Einem Auslandssemester oder einem kompletten Studium in Spanien steht so nichts mehr im Wege. In Spanien gibt es derzeit über 70 Universitäten. Allerdings sollte man bei der Suche beachten, dass der Begriff Universität in Spanien etwas anders gebraucht wird als in Deutschland: Universität bezeichnet in Spanien nämlich eine Institution, die von vielen Hochschuleinrichtungen gebildet wird. Dies können Facultades (Fakultäten) sein, Escuelas Técnicas Superiores bzw. Escuelas Politécnicas Superiores (Ingenieurwissenschaftliche Fakultäten), Escuelas Universitarias bzw. Escuelas Universitarias Politécnicas (Einrichtungen mit berufsqualifizierendem Abschluss nach drei Jahren) oder ähnliche. In Spanien schließt die Universität also praktisch die gesamte Hochschulausbildung ein. Anders als in Deutschland gibt es nur wenige außeruniversitäre Hochschuleinrichtungen.

Kosten für das Auslandsstudium in Spanien

Alle Hochschulen in Spanien erheben Studiengebühren. Zwischen den Universitäten können die Beträge leicht variieren. Von Jahr zu Jahr werden die Gebühren neu festgelegt, sie liegen meist zwischen 550 und 900 Euro. Hinzu kommen Lebenshaltungskosten, die in Spanien für Studierende etwa 700 Euro im Monat betragen – je nachdem, für welche Unterkunft man sich entscheidet.  Metropolen wie Barcelona und Madrid sind etwas teurer.


Finanzierungsmöglichkeiten für das Auslandsstudium in Spanien

Gaststudenten können in Spanien während der vorlesungsfreien Zeit kann ein Arbeitsverhältnis ohne Arbeitserlaubnis eingehen. Ferienjobs sind aber schwer zu finden. Besser ist es also, sich frühzeitig um Stipendien zu bemühen. Erste Anlaufstelle sollte neben dem Akademischen Auslandsamt der Heimat-Uni der DAAD sein. Er informiert über Stipendien – nicht nur für ein Auslandssemester, sondern beispielsweise auch für Hochschulsommerkurse, Intensivsprachkurse oder Forschungsaufenthalte von Doktoranden und Nachwuchswissenschaftlern.

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